Im Oktober gibt es natürlich wieder was für die Gänsehaut...
○ Kurzer Blick auf die Cover:
Dieser komische Schwarz-Leucht Kontrast ist nicht wirklich mein Ding, aber fairerweise: Das farbige Original ist auch nicht sooo der Renner, ich hätte eher was von der Sekte auf das Bild gepackt. Lustigerweise fand ich Carlsens VORLÄUFIGES Cover klar besser weil man mehr erkennt und der Sektenführer unten im Bild ist. Schulnote: 4
○ Worum geht es in "Sensor"?
Der Journalist Wataru stolpert über eine ziemlich kuriose Geschichte: Bei einem Vulkanausbruch wird ein ganzes Dorf ausgelöscht... doch eine

Touristin, eine junge, rätselhafte Frau namens Kyoko Byakuya hatte in einem goldenem Kokon das Unglück überlebt! Nicht nur das sie seit dem seltsam goldene Haare hatte, sie verschwand auch im Laufe des Medienrummels von der Bildfläche. Doch nicht nur der ahnungslose Reporter hat Interesse an Kyoko, auch eine bizarre Sekte die sich "Indigo Shadow" nennt möchte die junge Frau in seine Finger bekommen. Ihr Anführer ist sich sicher das sie der Schlüssel ist um seinen Meister, "Den großen Gott der fernen Finsternis" anzurufen. Wataru und Kyoko können in einem Feuer den Fanatikern entkommen, während die gesamte Sekte den Flammen zum Opfer fällt... oder nicht? Das All ist groß, und voller Schrecken...
○ Was hält Kame davon?
Horror ist nie einfach zu bewerten, doch ich denke dieser Manga ist leider doch zurecht eher eines der schwächeren Werke des berühmten Autors: Viele

interessante Ideen und auch eine Menge bekannter Elemente sind hier in Junji Itos Geschichte wiederzufinden, wie z.B. schaurige Insekten, fanatische Wahnsinnige oder auch eine besessene, dunkelhaarige Frau die die geistige Vorlage zu "Tomie" sein könnte. Es gibt auch einige nette KONZEPTE die der Manga anspricht wie Sekten oder eben auch die Unendlichkeit und Unergründlichkeit des Weltraums, also wer Themen von Lovecraft da schätzt der hat vielleicht mehr spaß, doch für mich fügt sich alles selten interessant zusammen. Der Schrecken ist meistens zu vage und zu "groß" als das die (sehr blassen) Heldenfiguren etwas dagegen ausrichten könnten, und er wirkt auf mich nie so fesselnd oder verstörend wie bei einem Uzumaki oder z.B. Gyo. Wären die Charaktere mehr als ihre Zweidimensionalen Persönlichkeiten (Rationaler Reporter, gutmütige Märtyrerin, besessener Sektenguru etc.) wäre es für mich vielleicht spannender gewesen, doch letztendlich ist Sensor einfach etwas generisch für mich.
○ Pro & Contra
+ Interessante Themen...
+ Starke Panel-Aufteilung
+ Lovecraft Elemente
- ...die nicht ausgenutzt werden
- Langweilige Hauptfiguren
- Mäßiges Cover
○ Finale Wertung
Junji Itos Zeichnungen sind nicht immer konstant stark aber wenn er ein "Meister" ist dann nicht nur der des Horrors sondern der Panel-Gliederung: Vor jedem "Schock" und jeder "Enthüllung" muss man umblättern, nie "spoilert" man sich selbst weil das besagte Bild auf der gegenüberliegenden Seite wäre, das ist ziemlich klug konstruiert und gibt dem Horror oft eine menge Effekt. Wäre die Gesamtegeschichte nur packender, doch hier sehe ich eher eine vergebene Chance auf große Grusel-Kunst.
Mögt ihr die Themen um Sekten und den Weltraum? Oder ist das hier schlicht ein schwaches Werk? Kommentare, Korrekturen und sonstige Kritik gerne gelesen ^^
Diese Webseite wurde mit Jimdo Creator erstellt! Jetzt kostenlos registrieren auf https://de.jimdo.com
Kommentar schreiben
Daedalus (Sonntag, 05 Oktober 2025 18:06)
Da bist du noch Gnädig, ich fand das war wie Remina und Uzumakis Reste, langweilige Figuren, und kein echter Grusel, dem würd' ich 2/10 geben